Programmierung in Origin und OriginPro

Origin/OriginPro ist bestens geeignet um eigene Anwendungsideen und Projekte innerhalb Origin zu entwickeln, mit eingebauten Systemen zu programmieren und diese gegebenfalls sogar als OEM-Varianten an Kunden auszurollen. Zur Programmierung gibt es in Origin drei vollkommen unterschiedliche Komponenten und Ebenen: Labtalk, Origin-C und X-Funktionen.

Origin C

Ein Beispiel von typischem Origin C-Code mit Syntax-Highlighting im Code Builder

Ein Beispiel von typischem Origin C-Code mit Syntax-Highlighting im Code Builder

In Origin/OriginPro ist Origin C enthalten, eine ANSI C kompatible Programmiersprache, die auch Elemente von C++ und C# einschließt. In der Programmierumgebung Origin C ist es möglich, den vollen Umfang der Funktionalitäten von Origin auszuschöpfen, einschließlich der Erstellung von benutzerdefinierten Hilfsmitteln mit Hilfe von X-Funktionen.

Origin C kann für die unterschiedlichsten Programmieraufgaben verwendet werden:

  • Entwicklung von Analyse- und Simulationsfunktionen
  • Automatisierung Ihrer Datenanalyse- und Zeichenaufgaben
  • Erstellung benutzerdefinierter Anpassungsfunktionen, die mit Origins Kurvenanpassungsmodul NLFit verwendet werden
  • Verknüpfung mit externen dynamischen Link-Bibliotheken (DLL)
  • Aufrufen von Berechnungsroutinen der NAG Bibliothek
  • Aufrufen von C- oder Fortran-Bibliotheksroutinen, wie DIGITAL Fortrans IMSL-Bibliothek, oder anderen Public Domain-Bibliotheken
  • Erstellen von Lösungen zur Datenerfassung für RS-232, GPIB usw.
  • Entwicklung komplizierter Algorithmen

In Origin C geschriebene Programme sind kompiliert und mit internen Origin-Objekten verknüpft, die während der Laufzeit ausgeführt werden. Obwohl sie nicht so schnell sind wie maschinenausgeführte, von eigentlichen Compilern hergestellte Codes, bewirken sie eine deutliche Geschwindigkeitsverbesserung im Vergleich zu früheren Programmierungsoptionen in Origin. Tatsächlich werden bestimmte Aufgaben wie Berechnungsschleifen und Kurvenanpassungen mit benutzerdefinierten Anpassungsfunktionen 20-mal schneller erfüllt, als wenn sie mit LabTalk™, Origins Standardskriptsprache, ausgeführt werden.

Um die höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, kann Origin C mit externen dynamischen Link Libraries (DLLs) verknüpft werden, die mit Hilfe von Compilern von Drittanbietern wie Microsoft® Visual C++ aufgebaut wurden. Origin Cs Verknüpfung mit den DLLs ermöglicht die Weitergabe von Adressenverweisen aus Origins Datenstrukturen direkt an externe DLLs, mit weniger Overhead oder unnötigem Kopieren von Daten als es normalerweise beim Programmieren in Microsoft® Visual Basic der Fall ist.

Code Builder, die integrierte Entwicklungsumgebung von Origin C, stellt Anwendern eine bekannte Programmierungssprache zur Verfügung, die farbkodiertes Bearbeiten und moderne Funktionen für das Debuggen umfasst.

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